Über die Chinesen

Okt

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2010

09.10.2010 | Von Marsela Schroth | 3 Kommentare

Über die Chinesen

Okay, wir sind noch nicht sehr lange hier, aber eines weiß ich jetzt schon: Peking wird nicht meine Lieblingsstadt und die Chinesen nerven. Daniel hat mich schon gebeten, nicht zu sehr zu schimpfen, aber heute muss ich doch einiges loswerden. Um es kurz zusammenzufassen (Achtung: Ironie und Verallgemeinerungen sind heute meine Freunde):

  • Chinesen spucken: Aus dem tiefsten Inneren holen sie es heraus und spucken es auf die Straße. Und das ist manchmal das erste, was man vor dem Frühstück hört. Da vergeht einem dann auch der Appetit.
  • Chinesen sind laut. Und ich meine damit abartig laut! Sie sind anscheinend alle mit einem ziemlich lauten Organ geboren worden und, als ob das nicht ausreicht, verstärken sie dieses noch durch diverse Mikros, und die Boxen drehen sie ganz auf. So passiert heute auf dem Boot vom Beijing Zoo zum Summer Palace. Ich habe mir die Ohren zuhalten müssen, damit es nicht weh tut und die gute Frau war bestimmt 10 Sitzbänke von mir entfernt.
  • Wenn es in einem Geschäft nicht laut ist, bleiben die Kunden aus, zumindest muss die allgemeine Ansicht der hiesigen Geschäftsleute so sein. Kaum ein Laden auf den Shopping Streets, aus dem es nicht fiept, wummert, laut aus dem Fernseher kreischt oder ohne Marktschreier. Wobei Letztere nicht live und in Farbe vorhanden sein müssen. Ganz angesagt sind Megaphone mit Abspielgerät, die einen bestimmten aufgesprochenen Text immer wieder in Schleife wiedergeben.
  • Freundlichkeit ist nicht ihr Markenzeichen. Genau genommen sind hier sehr viele Menschen sehr unverschämt. Es fängt beim Gedrängel in der U-Bahn an: Als ob sie nicht schnell genug da wegkommen würden, drängeln sie sich schon an die Tür, obwohl die Bahn noch nicht mal gehalten hat. Will man selbst aus der Bahn aussteigen, werden sich diejenigen, die in der Nähe oder vor der Tür stehen, freiwillig keinen Millimeter bewegen. Das bedeutet – ob man will oder nicht – Ellenbogen raus und drängeln, was das Zeug hält, sonst bleibt man drin. Anstellen in Schlangen, um irgendwas zu bekommen (z.B. Tickets) ist vielleicht ein typisch deutsches Verhalten. Chinesen interessiert das nicht. Wenn es eine Schlage gibt, dann stellt man sich irgendwo hin oder drängelt sich einfach ganz nach vorne, indem man den Vordermann wegschiebt. So einfach ist das. Es ist ja nicht so, dass ich nicht genug Ellenbogen für uns beide hätte und mich nicht durchsetzen könnte, aber irgendwie ist es mir (noch) zuwider, mich so zu verhalten. Mal schauen, wie lange ich noch diese Meinung behalte.

So, genug geschimpft. Das musste ich mal loswerden, denn heute hat mich das ganze extrem genervt. Natürlich sind nicht alle Chinesen so und natürlich ist das schön in Schubladen sortiertes selektives Wahrnehmen. Ich hoffe nur, dass ich mich morgen wieder entspannter in das ganze Gewusel stürzen kann. 🙂

Comments (3)

  1. Hallo Ihr Lieben,

    bei der Lektüre diese Artikels mußt ich an unweigerlich an meine Dozentin in “Intekulturelle Kommunikation” denken – schmunzel ;o)

    Laßt’s Euch gut gehen und ich bin mal sehr gespannt auf den Artikel mit dem Instrument !

    Grüße
    Sven

  2. Apropos Schublade – Natürlich sind alle Chinesen klein und schmächtig (zumindest verglichen zu mir).

    Ich stell mir gerade vor, wie ich mit meinen > 120 kg einen kleinen Stadtteil an wuseligen Peking-Menschen aus der U-Bahn rausdrücke, wenn sie sich schon nicht bewegen wollen … 🙂

    Wie auch immer! Viel Spaß weiterhin und ein Gruß aus dem heute sonnigen Karlsruhe.

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