Marsis Kochecke, 1. Teil

Fast 4 Monate sind wir nun unterwegs und in jedem Land stellen wir nicht nur fest, dass es schön war, sondern auch, dass es sehr lecker war. Da wir jedes Mal (zumindest wenn wir daran denken) ein Foto von unserem Essen machen, haben wir bei dem Anblick der Bilder schon den Geruch in der Nase und den Geschmack im Mund. Ich werde versuchen, von jedem Land ein wenig Würze und Geschmack zu euch nach Hause zu bringen.

In China bestand unser Frühstück meistens aus einem Crêpe mit Ei, Kräutern, einem knusprigem Etwas und diversen Saucen – Jianbing. Eigentlich klingt es einfach, jedoch sind schon die Saucen eine Kunst für sich. Der Crêpe wird meistens mit schwarzem Sesam bestreut und die Kräuter sind Koriander und Frühlingszwiebel. Am besten besorgt man sie im Asialaden, denn die aus dem normalen Supermarkt haben einen komplett anderen Geschmack. Ich habe lange recherchiert, bis ich auf eine Seite gestoßen bin, die mit Liebe zum Detail alles zu diesem einmaligen Snack beschreibt: Saucenzusammenstellung, das knusprige Innere, Teigrezept, Zubereitung (alles Links zu Webseiten). Und so sieht dieses grandiose Frühstück aus:

 

Zwischendurch gab es diverse Leckereien, von denen wir leider nicht den Namen kennen. Das eine ist Daniels Lieblingsgebäck, von uns einfach „braune Teilchen“ genannt:

 

Das andere ist unsere erste Mahlzeit in Peking, als wir noch mit Rucksäcken bepackt am Straßenstand standen. Es ist ausgerollter Teig mit Hackfleisch, Kräutern und ganz speziellen Gewürzen gefüllt, zum Ball gerollt, platt gedrückt und dann frittiert. Einfach gesagt: Hackfleischteilchen. Am besten schmeckt es noch ganz heiß:

 

Ich könnte hier weit über die chinesische Küche ausholen, aber ich beschränke mich auf die 3 Lieblingsgerichte. Nudeln mit Sauce, Mapo Tofu und Dumplings (Momos). Von allen Gerichten haben wir einige Portionen gegessen und wissen nun genau, wie Dumplings schmecken müssen oder wie viel Knoblauch in die Nudelsauce gehört.

Nudeln

Wenn man sich eine Lasagneplatte vorstellt, diese dann aber nicht so kurz ist wie üblich, sondern gut einen halben Meter lang, dann weiß man, was man uns serviert hat. In einer riesigen Schüssel mit heißem Wasser schwamm diese gigantische Nudel und wir versuchten, sie mit den Chopsticks zu fangen, ein Stück abzutrennen und dann in die Sauce zu tunken. Ich muss nicht erwähnen, welche Sauerei das gab. Aber mit etwas Übung geht auch das. Dazu wurden zwei Saucen serviert. Die eine war recht flüssig und hatte eine Suppenkonsistenz mit Tomaten und Ei. Hier das Rezept:

Zutaten:

  • Eier 2
  • Salz 1/3 TL
  • Tomaten 150 g
  • Sonnenblumenöl 2 EL

Zubereitung:

  1. Tomaten waschen und in Scheiben schneiden.
  2. Öl in Pfanne erhitzen, Tomaten darin ca. 2-3 Minuten anbraten.
  3. ca. 600 ml Wasser zugießen, und zum kochen bringen.
  4. Die Eier verquirlen und vorsichtig in die kochende Brühe einlaufen lassen. Kurz umrühren.
  5. Salz beigeben, ca. 1-2 Minuten kochen, servieren.

Quelle: http://www.chinafuehrer.de/de/Suppen

Die andere (die beste Nudelsauce überhaupt!) war eine Mischung aus trockenen, gemahlenen Chilis, einer Menge kleingeschnittenem Knoblauch, Schnittlauch oder Frühlingszwiebel und Öl. Ich habe versucht herauszufinden, wie sie heißt, bin aber nicht fündig geworden. Das bedeutet, ich muss es zu Hause nachkochen und ausprobieren.

 

 

Dumplings

Dumplings sind im Prinzip Maultaschen, nur anders gefüllt. Die leckersten, die wir gegessen haben, waren vegetarische Dumplings gefüllt mit einer Mischung aus Schnittlauch, Ei und Spinat. Eine weit verbreitete Füllung ist Minced Pork mit Grünzeug (chinesischer Schnittlauch), aber im Prinzip kann man sie mit allem füllen. In Peking haben wir in unserem Guesthouse zusammen mit anderen eine Riesenportion Dumplings gemacht und vertilgt. Traditionell werden sie mit getrocknetem Chili in dunklem Essig und Sojasauce gegessen. Ich habe zwei verschiedene Rezepte gefunden, die ganz gut klingen. Das eine sind Northern Style Dumplings, die anderen gebratene Dumplings. Viel Spaß beim Nachkochen!

 

 

Mapo Tofu

Mapo Tofu, auch Soybean Curd genannt, haben wir nur durch Zufall entdeckt und es hat uns beiden sehr gut geschmeckt. Es ist sehr weiches Tofu in einer braunen Hackfleischsauce, gewürzt mit viel Knoblauch und Chili. Das werde ich definitiv zu Hause nachkochen müssen, denn der Geschmack ist einmalig. Ich habe einige Rezepte gefunden, doch ich habe keine Ahnung, ob diese gut oder schlecht sind. Hier nur eines davon als Anhaltspunkt.

Zutaten:

  • Tofu 500 g
  • Hackfleisch 150 g
  • Lauchzwiebel 50 g
  • Pflanzenöl 125 g
  • Salz (nach eigenem Geschmack)
  • Sojasoße 3 EL
  • Knoblauch 3 g
  • Ingwer 3 g
  • Szechuanpfefferpulver 1-2 g
  • Doubanjiang (Scharfe Bohnensauce) 2 EL
  • Kartoffelstärke 1 EL

Zubereitung:

  1. Lauchzwiebel in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
  2. Knoblauch und Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
  3. Tofu in Würfel von 1-1,5 cm schneiden.
  4. Kartoffelstärke mit Sojasoße und 10 EL Wasser in Schüssel rühren.
  5. Öl in Pfanne erhitzen. Doubanjiang, Knoblauch und Ingwer darin ca. 2-3 Minuten anbraten.
  6. Hackfleisch zufügen, ca. 3 Minuten braten.
  7. Wasser zufügen und aufkochen.
  8. Tofu zufügen, ca. 3 – 4 Minuten kochen.
  9. Gemischte Kartoffelstärke angießen, Lauchzwiebel zufügen, weniger als 1 Minute kochen, fertig.

Quelle: http://www.chinafuehrer.de/de/Tofu

 

 

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