Gastbeitrag von Inge und Jürgen, Teil 3

Feb

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2011

26.02.2011 | Von Jürgen Schroth | 1 Kommentar

Gastbeitrag von Inge und Jürgen, Teil 3

Wir wollen von Ao Nang aus die südlich gelegene Insel Ko Lanta mit der Personenfähre erreichen, um dort einige Tage auszuspannen. Ein Shuttle-Pickup bringt uns vom President Hotel an den Nopparat Thara Beach, wo sowohl Langboote als auch größere Personenfähren an- und ablegen. Wir fahren am Ao Nang Beach vorbei, wo wir noch am Vortag mit dem Paddelboot unterwegs waren, dann weiter nach Rai Leh Beach, wo noch weitere Passagiere aufgenommen werden.

Welcome to Ko Lanta

Nach zwei Stunden ruhiger Fahrt erreichen wir Ko Lanta Yai, ohne ein Quartier zu haben. Riesiger Trubel am Pier, jeder will etwas verkaufen oder Tuktufahrten anbieten – oder aber Quartiere vermitteln. Daniel und Marsela ergattern einen Pickup, der uns zum “Nature Resort” bringt. Keine Zimmer frei! Wir bleiben mit dem Gepäck an Ort und Stelle, essen Pfannkuchen und warten auf Daniel und Marsela, die sich auf Quartiersuche begeben.

Sie kommen nach einer Stunde zurück – mit Bao, einem netten, malaysisch aussehenden Thai, der ihnen mit seinem Tuktuk bei der Quartiersuche geholfen hat – ohne einen Baht zu verlangen! Wir fahren zu viert mit Gepäck in einem dreisitzigen Gefährt zum Lanta Il Mare Resort und checken ein. Wir fühlen uns gleich wohl, viele Palmen, Bananenbäume, gepflegte Bungalows und ein schöner Strand. Der Preis ist allerdings entsprechend, aber wir wollen uns dies zum Abschluss gönnen. Auch die auf Sparsamkeit getrimmten Weltreisenden sind einverstanden.

Wir haben zwei nebeneinander liegende Bungalows – aber nur für kurze Zeit. Bei Marsela und Daniel funktioniert die Klimaanlage nicht richtig, sie ziehen einen Bungalow weiter. Die Räume sind schön eingerichtet, ein Farbfernseher, ein Kühlschrank, ein Wasserkocher, Kaffeepulver, Zucker … was will man mehr?

Für die nächsten 6 Tage fühlen wir uns wohl, mal abgesehen von den hohen Außentemperaturen von ständig 35 Grad und mehr. Wir genießen die unvergleichlichen Sonnenuntergänge am Strand, der genau nach Westen ausgerichtet ist. Das Frühstück ist inklusive, aber an das “American Breakfast” mit gebratenem Schinken, gekochtem Schinken, Rühr- oder Spiegeleiern und Würstchen müssen wir uns erst gewöhnen, zumal es nur Toast dazu gibt. Aber wir bekommen auch frisches Obst, starken Kaffee uns Saft. Nebenan sitzt ein Papagei im Käfig, der uns mit verschiedenen Tierlauten unterhält – und manchmal nervt.

Den Strand erreicht man über eine kleine und eine größere Hängebrücke, wir benutzen die größere, die nicht so sehr schwankt, da wir nicht gerne in den kleinen Bach fallen. Am Strand gibt es Liegen, Auflagen, Sonnenschirme kostenlos, sogar ein großes Badetuch ist dabei.

Ein Highlight ist die Inselrundfahrt im Tuktuk (natürlich mit Bao), Daniel und Marsela fahren mit dem Motorrad hinterher. Über eine Bergstraße geht es zur Ostseite der Insel, dort weiter nach Süden. Wir besuchen Ko Lanta Old Town und die Stelzenhäuser der Sea Gypsies, der Seezigeuner. Wir fahren weiter an Gummibaum- und Cashewnuss-Plantagen vorbei. Ko Lanta ist mit viel Urwald bedeckt.

Bao zeigt uns viele schöne Strände, traumhaft, mit weißem Sand und Palmen. Unten im Süden ist es nicht so überlaufen, das liegt an den horrenden Preisen, die man hier für eine Unterkunft zahlen muss. Bao bringt uns zu seinem Cousin (in Thailand hat jeder Tuktukfahrer Dutzende Cousins!), der ein wunderschönes Resort auf einer Felskuppe betreut. Seine schwedische Freundin serviert uns Kokos-Shake und Cola, wir genießen den herrlichen Ausblick. Schade, dass der Strand unerreichbar 50 m tiefer liegt!

Nach 5 Stunden sind wir zurück im Il Mare. Bao bekommt 800 Baht, das sind etwa 20 Euro, pro Stunde macht das vier Euro. Für ihn ein gutes Geschäft, er hat das Geld aber wirklich verdient.

Nach 6 Tagen Ausspannen müssen wir unseren Flieger von Krabi zurück nach Bangkok erreichen. Wir rechnen uns aus, dass es mit der Personenfähre knapp werden könnte und mieten uns stattdessen ein Taxi. Wir werden früh morgens pünktlich abgeholt, es geht wieder nach Norden, diesmal aber zur Autofähre. Kurze Übersetzzeit, durchqueren die Nordinsel, wieder übersetzen zum Festland. Eine sehr gute vierspurige Straße führt über Krabi Town zum Flughafen. Wir sind viel zu früh da, der kleine Flughafen bietet keine Abwechslung. Daniel nutzt die Zeit, um seine Berichte zu aktualisieren. Einchecken und Boarding dauern doppelt so lange wie bei den wesentlich größeren Maschinen der Emirates. Eine Stunde später sind wir in Bangkok, die Fahrt zum Hotel dauert dann so lange wie der Flug. Obwohl wir müde sind und die Hitze in Bangkok fast unerträglich ist, sind wir abends schon wieder auf der Walz! Zum letzten Mal Kaosan, zum letzten Mal Thai-Essen.

Sehr früh am nächsten Morgen bringt uns ein Taxi zum Flughafen. Obwohl die Emirates 30 kg Freigepäck pro Passagier erlauben, sind wir skeptisch, ob das hinhaut; schließlich haben wir ja einen zusätzlichen Koffer von Daniel und Marsela dabei und die chinesische Geige von Daniel fürs Handgepäck. Beim Einchecken lesen wir bei der Kofferaufgabe: “Total weight 59,5 kg”. Na also. Wegen des zusätzlichen musikalischen Handgepäcks gibt es ebenfalls keine Probleme, Emirates sei Dank.

7 Stunden Flug bis Dubai, dann weitere 7 Stunden bis Frankfurt. Die (kalte) Heimat hat uns wieder.

Fazit unserer Reise: Die drei Wochen Thailand und Kambodscha waren enorm erlebnisreich, aufregend, spannend – und auch anstrengend. Wir wollten aber keine Minute davon missen. Ohne die Vorbereitungen von Daniel und Marsela hätten wir wohl nur halb so viel gesehen und erlebt.

Comments (1)

  1. Sehr interessant, Eure Reiseberichte. Hab diesbezüglich ja auch schon Einiges erlebt, wie man auf meiner Seite sehen kann. Es ist nicht jedermanns Sache, die Welt auf eigene Faust zu erforschen, aber es lohnt sich. Natürlich gehört eine Portion Mut und Abenteuerlust dazu.
    Schöne Seite!
    Solveigh

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Gastbeitrag von Inge und Jürgen, Teil 3

von Jürgen Schroth Lesedauer: 4 min
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