Buddha Park bei Vientiane

Apr

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2015

01.04.2015 | Von Daniel Schroth | Keine Kommentare

Buddha Park bei Vientiane

Den Kilometer zu unserem Lieblings-Frühstücks-Restaurant Noy’s Fruit Heaven gehen wir jeden Morgen bei angenehmen Temperaturen. Unterwegs holen wir uns einen starken Lao Coffee und während wir bei Noy gemütlich bei Rührei und Fruchtshake sitzen, kommt die Hitze über Vientiane. Nach 10:00 Uhr will man sich kaum noch bewegen, schon gar nicht in der Sonne. Nach 11:00 Uhr ist es so heiß, dass wir oft ein kühles Café aufsuchen oder auch mal zurück in unser Zimmer gehen.

Heute aber trotzen wir der Hitze und wagen einen Ausflug. Für 10.000 LAK (ca. 1,10 Euro) chartern wir ein Tuktuk zum Talat Sao, dem Morgenmarkt von Vientiane direkt neben dem Busbahnhof. Der überfüllte Bus der Linie 14 steht noch in Warteposition, wir sehen schon Passagiere im Mittelgang stehen und überlegen, ob wir den Ausflug heute nicht doch lieber bleiben lassen. Diesen Bus wollen wir jedenfalls nicht nehmen. Wir warten lieber auf den nächsten, der nur ein paar Minuten später ankommt. Wir steigen als erste ein und sichern uns die besten Plätze ganz vorne. Wir hätten mit einem alten schrammeligen Local Bus gerechnet, tatsächlich aber sind die Sitze erstaunlich bequem und es gibt sogar eine Klimaanlage, die die Außentemperaturen von über 40 Grad wenigstens ein bisschen erträglicher macht. Die einfache Fahrt kostet gerade einmal 6.000 LAK (ca. 0,66 Euro) pro Person.

Um 12:00 Uhr fährt der Bus ab und erreicht nach einer halben Stunde die Friendship Bridge, die Laos mit Thailand verbindet. Über diesen Grenzübergang sind wir vor wenigen Tagen nach Laos eingereist. Wir machen nur einen kurzen Halt und kommen eine Viertelstunde später am Buddha Park an, etwa 25 km südöstlich von Vientiane. Der Park ist auch unter dem Namen Xieng Khuan bekannt und liegt direkt am Mekong, man kann Thailand auf der anderen Seite sehen. 5.000 LAK (ca. 0,55 Euro) pro Person kostet der Eintritt in den Park, für unsere Kamera müssen weitere 3.000 LAK (ca. 0,33 Euro) bezahlt werden.

Wir laufen zunächst ein paar Hundert Meter durch die Hitze Richtung Mekong und gehen den Park von hinten an. Wir sehen Hunderte Steinfiguren und Statuen mit Motiven aus dem Hinduismus und Buddhismus, die chaotisch über eine von der Sonne ausgedörrte Wiese verteilt sind. Während die meisten nur einige Meter groß sind, finden wir an einem Ende des Parks einen riesigen begehbaren Kürbis, der alles andere überragt. Seine 3 Stockwerke repräsentieren Hölle, Erde und Himmel, man steigt durch den Mund eines großen Dämonenkopfs in den Kürbis hinein. Ein paar enge Treppen später hat man mit wenigen Schritten die Hölle verlassen und über die Erde den Himmel erreicht. So richtig himmlisch ist es ganz oben aber nicht, es ist kein Grad kühler als in der Hölle. Zumindest ist der Ausblick über den Buddha Park sehenswert. Auch auf der anderen Seite kann man über ein paar enge Stufen auf eine große Statue hinaufsteigen und den Park von oben bewundern. Besonders markant ist der 120 m lange liegende Buddha auf der rechten Seite.

Die Skulpturen der Götter, Tiere und Dämonen müssen Jahrhunderte alt sein, denken wir. Wind und Wetter haben ihnen sichtlich zugesetzt. Tatsächlich wurde der Park aber erst in den 1950er Jahren erbaut und die Figuren bestehen keineswegs aus alten Felsen und Steinen, sondern aus Stahlbeton. Wir haben nach einer guten Stunde genug gesehen und vor allem genug geschwitzt. Es ist fast unerträglich in der Mittagshitze. Im Restraurant gönnen wir uns ein Mittagessen und eine frische Kokosnuss, bevor wir auf der Straße auf den Bus warten, der uns zurück nach Vientiane bringt.

Keine 5 Minuten müssen wir warten, schon steigen wir ein, halten wie auf dem Hinweg wieder ein paar Minuten an der Friendship Bridge und sind nach insgesamt 60 Minuten wieder am Busbahnhof in der Stadt. Wenngleich sich der Ausflug zum Buddha Park lohnt, gehen wir davon aus, dass ihr in der nächsten Zeit nicht in der Gegend sein werdet. Deswegen haben wir ein paar Fotos für euch mitgebracht:

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Buddha Park bei Vientiane

von Daniel Schroth Lesedauer: 3 min
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