Grampians-Nationalpark

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17

2014

17.11.2014 | Von Daniel Schroth | 10 Kommentare

Grampians-Nationalpark

In Horsham verbringen wir die Nacht, nachdem wir Hahndorf verlassen haben. 415 km sind für heute genug. Vor wenigen Tagen haben wir noch überlegt, ob wir im Kathmandu-Outlet nicht einen Schlafsack kaufen sollten. Die Nächte in Australiens Süden sind überraschend kühl und wenn wir in unserem Camper getrennt schlafen, damit wenigstens eine(r) auf dem oberen Bett morgens ausgeschlafen aufwacht, bleibt der-/demjenigen nur eine dünne Bettdecke. Der Kathmandu-Schlafsack war uns zu teuer, jetzt aber finden wir bei Aldi eine günstige Alternative: Für 20 AUD (14 Euro) kaufen wir einen dünnen Sommerschlafsack mit einem knappen Kilo Gewicht und kleinem Packmaß. Den können wir auch irgendwie mit nach Tasmanien und weiter nach Neuseeland nehmen und wir sind für die kalten Nächte gerüstet. Wie wichtig dieser Schlafsack ist, wird uns spätestens ein paar Wochen später im westlichen Tasmanien bewusst, wo wir bei Schnee- und Hagelschauern Nächte mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt verbringen werden.

Vom gut ausgebauten Highway biegen wir tags darauf auf eine unscheinbare Seitenstraße ab. Sie führt uns zwischen nichts und nirgendwo tatsächlich irgendwann nach Halls Gap, der einzigen größeren Siedlung im Grampians-Nationalpark. Wir steuern den Halls Gap Lakeside Tourist Park an, er befindet sich direkt unterhalb der großen Staumauer am Lake Bellfield. Hier ist es wirklich gemütlich, wir haben einen schönen Stellplatz im Grünen mit netten Nachbarn.

Für Dari beginnen paradiesische Tage, Marsi bekommt an der Rezeption einen riesigen Sack mit Lego und Duplo in die Hand gedrückt. Gleich nebenan sehen wir Kängurus auf einer großen Wiese. Es müssen mindestens 50 sein, friedlich grasen sie vor sich hin. Einige sind nicht ganz so friedlich und veranstalten minutenlange Boxkämpfe, bis die Rangordnung wieder hergestellt ist.

In den nächsten beiden Tagen machen wir Ausflüge und kleine Wanderungen, mal zu einem Wasserfall, mal zu einem Lookout. In dem kleinen Ort Halls Gap finden wir schnell unsere Lieblingsbäckerei und ein gutes Café. Vor allem aber machen wir Bekanntschaft mit Daris neuen Lieblingstieren, den Kakadus. Manche mögen sie nicht, weil ihr Gekreische wirklich nervtötend sein kann, wir aber locken sie immer wieder an und verbringen viel Zeit mit ihnen.

Ganz freiwillig kommen sie natürlich nicht zu uns, nur weil wir am schönsten mit ihnen spielen und sie mit keinem anderen so viel Spaß haben wie mit uns. Nein, wir haben an der Rezeption des Campingplatzes ein paar Tüten Vogelfutter gekauft, das die Kakadus wohl über große Entfernungen sehen können, vielleicht sind sie auch aufs Rascheln der Tüten konditioniert. Es dauert jedenfalls nie lange, bis der erste unsere Tüte erspäht hat und eine ganze Horde vor uns auf dem Boden sitzt und krächzt. Besonders schlaue Kakadus setzen sich auf unsere Schultern oder Hände und picken die Körner direkt aus der Papiertüte.

Auch wenn wir mit Dari nicht die langen Walks machen können, für die die Grampians bekannt sind, genießen wir die Zeit in den Bergen sehr. Wir haben ein paar tolle Fotos mitgebracht:

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Comments (10)

  1. Hi ihr drei Glücklichen!
    Kann mich Tanja nur anschließen: Ihr strahlt so viel Freude aus! Das ist so schön zu sehen!!!
    Vielen Dank für die tollen Storys und die wunderschönen Fotos! Will bitte nochmal wissen, mit welcher Kamera ihr fotografiert – die muss ich haben.
    War Zeit, endlich auch mal den Kaffee auf den Weg zu schicken. Eigentlich wollte ich 2 x Kaffee & Kekse, das geht aber nicht… 🙁 Den Kuchen will ich nämlich selber backen und zusammen mit euch nach eurer Rückkehr einen süßen Kaffeenachmittag verbringen. 🙂 Vielleicht habt ihr den einen oder anderen Tipp für mein neues Projekt… Mehr darüber im nächsten Jahr.
    Bis dahin werde ich mich mit Berichten wie den euren einfach “wegträumen”!

    1. Hallo in die Heimat!

      Freude trifft es, jetzt in Neuseeland sowieso. Gerade komme ich vom Sonnenaufgang zurück, wir haben letzte Nacht den Premium-Platz direkt beim Lookout von “Cathedral Cove” gehabt und einen wunderschönen 180-Grad-Panorama-Blick direkt vor der Campertür.

      Vielen Dank für die Spende, das freut uns sehr und sie wird ganz bestimmt gut angelegt. Die Einladung zum Kaffeenachmittag ist jetzt schon angenommen, dann schauen wir uns das Projekt mal an. Ich bin schon sehr gespannt!

      Unsere Kamera für die Weltreise 2014 ist eine Nikon D5100. Das Modell ist inzwischen längst nicht mehr neu, es gibt jetzt den Nach-Nachfolger D5300 und vermutlich bald D5400. Nicht ganz unwichtig ist ein Polfilter, die Nachbearbeitung bevor die Bilder im Blog landen, machen wir mit Adobe Lightroom. Demnächst werde ich noch einen Artikel über unsere Technik schreiben, das ist alles gar nicht mehr trivial inzwischen …

      Liebe Grüße aus Neuseeland,
      Daniel und der Rest

  2. Liebe Marsela,
    leider habe ich erst jetzt Euren Kommentar vom JULI unter meinem Blog gelesen…ach herrje 🙁 Ich hoffe, Ihr habt eine wundervolle Reise – Euren Berichten nach zu urteilen sieht ja alles danach aus! Du fragtest, ob wir irgendwas anders in NZ machen würden, wenn wir nochmal die Chance hätten, mit Kind und Kegel loszuziehen. Nein! Außer, wir könnten noch viel mehr Zeit dort verbringen. Aber irgendwann muss man ja heim. Ich sehe, ihr wollt nach Taupo. Wir haben außerhalb einen recht süßen, wenn auch etwas abgdrehten Campingplatz gehabt: Den Wairakei Thermal Valley Campground. Der Besitzer ist echt speziell, aber nett 🙂 Und hinterm Grundstück, auf dem sich zig Viecher tummeln (vom Huhn über Pfau bis Meerschweinchen und Pferd), beginnt für 5 Dollar Eintritt ein eigener kleiner “Thermal Walk”, ich glaub, als Gast muss man nix zahlen, spendet halt irgendwas… lohnt sich für ne nette Nacht!
    Liebe Grüße aus dem grauen Deutschland 🙂

    1. Hallo Lala,

      das ist aber toll, dass du den Kommentar doch noch gefunden hast. Ich habe leider keine E-Mail von dir gefunden, sonst hätte ich dir schon eher so geschrieben. Macht ja nix 🙂
      Unsere Reise ist soweit super, mit dem Kind anders als gedacht, aber wem erzähle ich das 😉
      Danke auf jeden Fall für den Tipp mit dem Campingplatz. Wir werden morgen Richtung Rotorua fahren, daher kommt dein Kommentar wie gerufen.

      Liebe Grüße vom Cathedral Cove
      Marsela, Daniel und Darian

  3. Hallo Ihr drei,

    vielen lieben Dank für eure Karte. Das hat mich super gefreut.
    Jetzt bin ich die einzigste in der KiTa die eine Karte aus Australien bekommen hat.
    Also nochmals viiiieeellleennn Dank, und kommt Gesund zurück.
    Ich freu mich auf euch…
    Bis bald
    eure Franziska

    1. Hallo Franziska!

      Das freut uns aber, dass die Karte endlich angekommen ist! Deine Karte kommt ja nicht nur aus dem ganz normalen Australien, sondern aus Under Down Under, wie man hier sagt, aus Tasmanien. Vielleicht kommst du ja irgendwann mal selbst hierher, es lohnt sich sehr!

      Die Weltreisenden

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von Daniel Schroth Lesedauer: 2 min
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