Rajasthan, Teil 2

Dez

27

2010

27.12.2010 | Von Daniel Schroth | 1 Kommentar

Rajasthan, Teil 2

Nachdem wir Julia mit zwei weinenden Augen am Flughafen von Jodhpur in den Süden verabschiedet haben, geht unsere Tour durch Rajasthan zu dritt weiter. Zusammen mit unserem Fahrer Guru haben wir mehr als die Hälfte der Strecke noch vor uns.

Jaisalmer

Unser Ziel für heute heißt Jaisalmer und ist der westlichste Punkt unserer Rundreise durch Rajasthan, nur 60 km von der pakistanischen Grenze entfernt. Die Landschaft verändert sich, seit wir Jodhpur verlassen haben. Wir sehen jetzt weniger Menschen, weniger Städte, links und rechts der staubigen Straße erscheinen hier und da kleine Hügel und Sanddünen, trotzdem wachsen viele grüne Pflanzen in der Wüste.

Unser Hotel hat wieder „Villas“ im Namen, von Luxus in unserem Zimmer keine Spur. Stattdessen dürfen wir jedes Wort mithören, das bei der Rezeption um die Ecke gesprochen wird. Zum Abendessen gibt es Paneer (einen Frischkäse) in pikanter Soße mit Naan und Reis. Vom Rooftop-Restaurant aus sehen wir das mächtige Fort hoch über der Stadt, während gegenüber 3 Auto- und Motorradwerkstätten bis in die Nacht hinein hämmern, schweißen und reparieren.

Um 6:00 Uhr ist die Nacht auch schon wieder vorbei, wir müssen uns einfach merken, in Zukunft keine Zimmer in der Nähe der Rezeption mehr auszusuchen. Marsi isst gleich 4 Kartoffelpfannkuchen (die doppelte normale Portion) zum Frühstück und überzeugt die Bedienung, dass wir ja schließlich Frühstück inklusive haben und uns versprochen wurde, dass wir essen können, bis wir satt sind. Ich mache große Augen, wie sie einen Pfannkuchen nach dem anderen vertilgt. (Anmerkung von Marsi: Ich hatte eben Hunger!)

Das Fort von Jaisalmer ist anders als die anderen, die wir bisher gesehen haben. Es ist eine Stadt in der Stadt, das Fort kostet keinen Eintritt. Innerhalb der Mauern finden wir unzählige Shops, Restaurants, Cafés, Hotels und Händler. Der schöne Blick von den großen Mauern hinunter auf die Stadt und in die nicht weit entfernte Sandwüste wird wie üblich von öffentlichen Toiletten und kleinen Müllhalden getrübt. Auch außerhalb des Forts geht der Shop-Wahnsinn weiter, wir können uns kaum retten vor lauter Angeboten und unsinnigen Dingen, die man uns verkaufen will.

Ab in die Wüste

Um die Mittagszeit fahren wir mit Guru 45 km nach Südwesten, recht schnell lassen wir Jaisalmer hinter uns und bewegen uns auf einer asphaltierten Straße mitten durch die Wüste. Ab und an müssen wir abbremsen, denn für den Gegenverkehr ist die Straße viel zu schmal. Wir erreichen bald Khuri, einen kleinen, weit verstreuten Ort mit einigen Safari-Resorts. Bei den Verhandlungen in Delhi haben wir bei der Agentur eine Kamelsafari rausgehandelt, die wir jetzt – wenn auch leider ohne Julia – machen werden. Guru bringt uns zum Mangalam Resort, von wo aus die Safari startet und wo wir auch die Nacht verbringen. Wir sind für heute die ersten Touristen, die eintreffen, es ist auch erst 14 Uhr. Die Sonne knallt hier richtig, wir machen einen kurzen Spaziergang durchs Dorf und gewöhnen uns schon mal an den Sand.

Eine Stunde später sehen wir die beiden Spanier Rosa und Joseph, die zufällig herkommen, um ein Resort für ihre geplante Kamelsafari zu suchen. Kurz darauf heißt es „Camel ready, go for Safari now“.

Marsi steigt zuerst auf ihr gutmütiges Kamel, was eigentlich wie alle anderen ein Dromedar ist, weil es nur einen Höcker hat, doch hier sagt jeder Kamel. Noch sitzt es gemütlich und aufrecht auf dem Sand, Marsi steigt mit einem großen Schwung auf den Sattel. Das Kamel steht zuerst mit den Hinterbeinen auf, Marsi fällt fast nach vorne herunter, danach richtet es erst seine Vorderbeine auf. Ich bin als nächster dran. Mit uns gehen zwei Jungs, die unsere Kamele führen. Rosa und Joseph verlieren wir schnell. Wir reiten durch flachen Sand, an einem verstaubten Weg entlang und bald auf große Sanddünen zu. Ein paar Antilopen kreuzen unseren Weg, oben auf den Dünen steigen wir von den Kamelen ab. Nach und nach kommen viele Touristen hierher, auch die beiden Spanier sind wieder bei uns.

In den fast 2 Stunden bis zum Sonnenuntergang machen wir eine ausgedehnte Wüsten-Fotosession: Wir ziehen die Schuhe aus, krempeln die Hosen hoch und hechten und springen durch den warmen Sand, dabei fotografieren wir uns selbst oder fragen andere, ob sie dies übernehmen können. Viele gute und lustige Fotos später geht die Sonne langsam unter, es wird kühler. Wir besteigen unsere Kamele und reiten zurück Richtung Resort. Reiterfahrung haben wir beide nicht, mein Kamelführer treibt das Kamel zu Höchstleistungen an. „Want camel run?“ fragt der Junge, klar will ich das! Das Kamel fängt an zu traben und wird richtig schnell, jetzt wird es auch auf dem Sattel etwas gemütlicher. Aber so richtig viel Lust hat das Tier nicht, schnell findet es zur gewohnten Gangart zurück und lässt sich auch nicht mehr zum Traben überreden.

Wir sitzen am Ende jeweils alleine auf unseren Kamelen, die Kamelführer laufen ein gutes Stück neben uns, ich reite hinter Marsi. Mein Kamel kommt dem von Marsi von hinten so nah, dass wir schon einen Crash befürchten. Doch mein Kamel beißt dem anderen spontan so herzhaft in den Schwanz, dass Marsi vor Schreck fast herunterfällt, weil ihr Kamel sich plötzlich herumdreht und nachschaut, was da los ist. Nichts passiert, alles wieder gut.

Im Resort wartet eine Entertainment-Programm auf uns. Eine kleine Band spielt auf traditionellen Instrumenten, ab und an bewegt sich eine Tänzerin dazu. Eigentlich haben wir nur einen Bärenhunger und sind heilfroh, als endlich das Buffet eröffnet wird. Die Temperaturen sind weitaus milder als erwartet, es ist eine klare Halbmondnacht. Wir beschließen, die Nacht nicht in einer der gemütlichen Hütten im Resort zu verbringen, sondern mitten in der Wüste Thar. Ein paar Gedanken machen wir uns natürlich schon über eine Übernachtung in der Wüste: Werden wir ganz alleine sein? Wie kalt wird es früh morgens? Besteht die Möglichkeit, überfallen zu werden? Was nehmen wir alles mit? Lassen wir unsere Wertsachen im Auto oder tragen wir sie bei uns? Gibt es wilde Tiere, Schlangen oder Insekten? Wie kommen wir am nächsten Morgen wieder zurück?

Um 21:30 Uhr ziehen wir los, wir haben unsere Schlafsäcke dabei und die lange Unterwäsche schon angezogen. Mit uns kommen Bud aus Thailand und Alex aus Spanien, außerdem Bradha, ein sympathischer Sikh mit orangefarbenem Turban. Er steuert den Kamelkarren, auf dem noch zwei Handvoll Decken mitfahren, wir sitzen gemütlich auf diesen Decken. Über die kleine Gruppe sind wir mehr als froh, denn ein bisschen Gesellschaft lässt unsere Sorgen gleich verschwinden. Eine knappe halbe Stunde lang zieht uns das Kamel Richtung Dünen, bis wir einen geeigneten Platz finden. Bradha breitet die Decken auf dem Sand aus, wir legen unsere Schlafsäcke darüber und rollen eine weitere Decke als Kopfkissen zusammen, unser Bett ist fertig. Die anderen bauen ihre Quartiere verstreut über die Sandfläche mit einigem Abstand auf.

Zusammen gehen wir Feuerholz suchen, richtige Bäume gibt es hier aber nicht. Immerhin reicht das gesammelte Holz für ein kleines Lagerfeuer, das uns eine halbe Stunde in die richtige Stimmung bringt. Wir steigen in unsere Schlafsäcke und genießen die laue Nacht. Schräg hinter uns steht der helle Halbmond, vor uns sehen wir Sterne, keine Wolke ist am Himmel. Wir sind froh über die Entscheidung, Hütten gegen Sand eingetauscht zu haben, eine Übernachtung in der Wüste hat man nicht allzu oft.

Die Hunde und die vereinzelten Hupen aus dem Dorf hören wir nur von weit entfernt, und sonst gibt es hier nichts, was uns in dieser Nacht stören könnte. Viele Sternschnuppen später versuchen wir zu schlafen, was auf dem harten Sand gar nicht so einfach ist. Außerdem weht vom Gipfel der Düne ein frischer Wind zu uns herunter, wir verkriechen uns ganz in unseren Schlafsäcken. Kurz vor 3 Uhr geht der Mond unter, jetzt offenbart sich ein Sternenhimmel, wie man ihn nur vom Projektor im Planetarium kennt.

Mit dem Sonnenaufgang geht diese unvergessliche Nacht zu Ende, wir sind müde, aber bereuen die Entscheidung keine Sekunde lang. Unsere Schlafsäcke sind von außen tropfnass, am frühen Morgen wurde es kalt, aber keineswegs zu kalt. Wir packen unsere Sachen, räumen die Decken auf den Kamelkarren und fahren zurück zum Resort. Nach einem ausgiebigen Frühstück beschließen wir, nicht zurück nach Jaisalmer zu fahren, sondern heute schon den Rückweg nach Delhi anzubrechen. Für die lange Strecke werden wir noch mindestens 2 Übernachtungen brauchen, um nicht zu viel Zeit am Stück im Auto zu verbringen. Guru ist einverstanden und schlägt uns eine Route vor.

Über Bikaner und Mandawa zurück nach Delhi

Während der Fahrt nach Bikaner versuchen wir zu schlafen, schauen uns unterwegs noch einen Tempel an und checken am frühen Abend in einem ruhigen Hotel etwas außerhalb der Stadt ein. Am folgenden Tag fahren wir weiter nach Osten Richtung Delhi, Guru hat angekündigt, uns heute ein Heritage Resort zu zeigen, in dem wir für wenig Geld übernachten können. Wir kommen im Mahansar Fort an, mitten in einem kleinen Dorf liegt das 300 Jahre alte Fort, von dem ein Teil zu einem teuren Hotel umgebaut wurde. Statt der 4000-5000 INR auf dem Flyer bietet man uns ein Zimmer inklusive Frühstück für 1500 INR (25 Euro) an. Wir sind die einzigen Gäste und würden uns ohne die Hotelbesitzerin, die uns begleitet, sicherlich verlaufen in diesen verwinkelten Mauern. Die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, es wirkt befremdlich, in einem so alten Gebäude moderne Badarmaturen und Toiletten vorzufinden. Aber irgendwie kann uns das Hotel nicht überzeugen. Es ist kalt im Fort, sowohl von der Temperatur als auch von der Atmosphäre her. Und für 25 Euro pro Nacht würden wir uns ein bisschen Luxus wünschen, und hier bezahlen wir aber nicht für Luxus, sondern für die Art des Hotels, für seine Vergangenheit als Fort, von der wir nachts ohnehin nichts haben würden.

Wir fahren weiter nach Mandawa, eine halbe Stunde entfernt. Wieder wollen uns die Hotels einfach nicht gefallen, wir sind keineswegs pingelig, doch haben wir gelernt, auf was wir achten müssen. Erst im dritten Hotel finden wir ein schönes Zimmer zu einem akzeptablen Preis. Auch Rosa und Joseph treffen wir ganz zufällig wieder, eine schöne Überraschung!

Jetzt ist es an der Zeit, etwas über unsere Erkältung zu schreiben. Seit wir Varanasi verlassen haben, plagt uns beide ein Husten, seit bereits knapp 3 Wochen. Er will einfach nicht verschwinden, wir haben es mit Ingwertee und Hustensaft probiert, zu härteren Mitteln wollen wir nicht greifen. Marsi hat es schlimmer erwischt als mich, ich rede mir mit viel Fantasie die tägliche Besserung ein. Wir besuchen mit einem Mitarbeiter des Hotels die Dorfapotheke von Mandawa, außer Hustensaft kann man uns hier aber nichts anbieten. Doch der Angestellte bringt uns zu einem Doktor, zu einem ayurvedischen Doktor. Der ist im ganzen Dorf berühmt, jeder kommt mit seinen Beschwerden zu ihm, und das schon seit über 50 Jahren, wird uns erzählt. Und das mit dem Doktor funktioniert dann so:

In einem kleinen Haus liegt bei offenen Türen ein alter Mann auf der Couch und schläft. Sein Gebiss liegt auf dem Tisch vor der Couch. Wir wecken ihn auf, er richtet sich ganz langsam auf und setzt sich hin. Der Hotelangestellte übersetzt Marsis Beschwerden, woraufhin der alte Mann Marsis Handgelenk nimmt und allerlei fühlt: Sie hätte eine Erkältung und einen Husten. Gut, das haben wir ihm ja erzählt. Er nimmt eine alte Zeitschrift, reißt 15 quadratische Stückchen aus den Seiten und breitet sie vor sich auf dem Tisch aus. Aus dem Schrank hinter sich nimmt er einen großen Behälter mit einem sandfarbenen Pulver und portioniert gemütlich 15 gleich große Häufchen, eines auf jedem Stückchen Zeitungspapier. Jedes Papier wird nun zusammengefaltet und geknickt, alle 15 zusammen kommen wiederum in ein großes Stück Zeitungspapier. Die Dosierung ist einfach: 3 Mal täglich den Inhalt eines Papiers in warmem Wasser trinken.

75 INR bezahlen wir (1,25 Euro) und wissen nicht, was in dem Pulver ist, wir werden es auch nie erfahren. Aber wir vertrauen dem alten Mann. Und seinem Gebiss auf dem Tisch. Beim ersten Beutel, den Marsi gleich darauf in Hotel in warmem Wasser aufzulösen versucht, gibt sie kurz vor dem Ende fast auf. Obwohl der Geschmack gar nicht so schlecht ist, kommt sie einfach nicht damit klar, dass sie etwas in ihrem Wasser hat, das sich eben nicht auflöst und die Konsistenz von gutem indischen Straßenstaub hat. Um es vorwegzunehmen: Am 3. Tag der Behandlung entsorgen wir den Rest der Beutel, denn es hilft nicht. Sobald wir Indien verlassen, ist der Husten fast wie von alleine ohnehin verschwunden.

Das Frühstück am nächsten Tag ist eigentlich gar nicht übel, ich esse Rührei mit Toast. Obwohl wir Guru und den Wagen inklusive heute noch 3 Tage zur Verfügung haben, beschließen wir, keine weitere Nacht in Rajasthan zu verbringen. Wir wissen jetzt, wie indischen Großstädte aussehen und auch, dass es in den kleinen Dörfern außer den Dörfern selbst nicht unbedingt viel Spektakuläres zu sehen gibt. Auch eine Handvoll Forts haben wir angeschaut, wir wollen nach Delhi zurück. Eine weitere Übernachtung in einer kleinen oder großen Stadt auf dem Weg halten wir nicht für sinnvoll. Schnell haben wir Guru überzeugt, uns schon heute nach Delhi zurückzufahren, eine 7-stündige Fahrt liegt vor uns. Und jetzt kommt das morgendliche Rührei ins Spiel. Mit jeder Stunde liegt es mir schwerer im Magen, es wird mir mit jedem Schlagloch in der Straße übler. Die letzten Stunden durch die Stadt sind kein Spaß.

Als wir in Delhi ankommen, müssen wir uns zunächst um ein Hotel kümmern. Immerhin noch 3 Nächte würden wir hierbleiben, bis uns der Flieger nach Vietnam bringt. Wir schauen uns Zimmer in vielen Hotels an, die wir schon vom letzten Mal in Delhi kennen, aber entweder sind sie belegt oder einfach ihr Geld nicht wert. Wir stellen wieder fest, dass die Badezimmer in den allermeisten Fällen ranzig sind und selbst teurere Hotels offensichtlich ein Problem damit haben. Auf den Straßen folgen wir ab und an ein paar Schleppern, die uns dann zu Hotels führen, die wir auch alleine gefunden hätten. Die Schlepper versprechen uns ein sauberes Zimmer, sauberes Bad zu einem unschlagbar günstigen Preis, aber tatsächlich gibt es so etwas nicht. Wir beschließen nach zweistündiger Suche, etwas mehr Geld auszugeben und schauen uns das Hotel Hari Piorko an. Hier gibt es eine richtige Rezeption, einen Garten auf dem Dach und die Zimmer sind mit Abstand die besten, die wir an diesem Abend gesehen haben. Das Bett ist erstaunlich gut, riesig groß und jedes Zimmer hat einen Fernseher und ein Aquarium! Wir handeln den Preis von 1500 INR zzgl. Steuern auf 1000 (16,50 Euro) INR inkl. Steuern herunter.

Mir geht es inzwischen gar nicht mehr gut, das Rührei vom Morgen rächt sich bitterlich und ich bekomme Fieber, auch am nächsten Tag halte ich mich lieber in unmittelbarer Nähe der Toilette auf. An Schlaf ist aber auch in diesem teuren Hotel nicht zu denken, dieses Mal kommt der Feind nicht von außen (Hunde, Hupen oder Züge), sondern aus den eigenen Reihen.

Was ist denn jetzt schon wieder, was uns stört? Wir wollen es euch sagen, denn seit wir in Indien sind, haben wir höchstens in 2 Nächten gut geschlafen. Auf jedem Flur steht ein Telefon, mit dem die Rezeption die Mitarbeiter auf dem jeweiligen Flur ruft. Und dieses Telefon ist verdammt laut und läutet auch noch spät nachts. Andere Gäste knallen ihre Türen so zu, dass wir jedes Mal senkrecht im Bett stehen. Und wir haben Nachbarn, 4 dickbäuchige Touristen aus Indien, die immer erst gegen Mitternacht in ihre Zimmer kommen und sich dann in einem Zimmer versammeln, natürlich im Zimmer direkt neben uns. Sie bestellen Essen, rauchen die Bude voll und machen einen unglaublichen Lärm. Zimmerlautstärke scheint es in ihrem Wortschatz nicht zu geben.

Nach unserer ersten Bitte um Ruhe sind sie noch freundlich, 3 Mal an die Wand klopfen später droht der Rezeptionist, den wir inzwischen zur Verstärkung geholt haben, den Gästen mit dem Rauswurf, wenn sie sich nicht beherrschen würden. Als wir endlich einschlafen können, dauert es nicht lange, bis das Telefon auf dem Gang morgens wieder klingelt.

Da sind wir also, wieder in Delhi, wieder in der Bahnhofsgegend. In der lauten, stinkenden und lärmenden Hauptstadt. Nach über 2 Wochen Rajasthan haben wir Indien zwar von einer anderen Seite gesehen, aber wir haben festgestellt, dass die Großstädte einfach nichts für uns sind, egal ob sie Pink oder Blue oder Golden City heißen. Wir sind übermüdet und wollen nur noch schlafen. Wir freuen uns auf Vietnam, unser nächstes Ziel. Es kann nur besser werden, egal wie es wird, aber es wird besser als Indien, so viel steht fest.

Trotzdem hat sich die Tour durch Rajasthan gelohnt, denn es gibt ein Leben außerhalb der Städte, das uns für die kurze Zeit gar nicht so schlecht gefallen hat. Wir waren jeden Tag froh um unseren Fahrer und den Wagen und die Flexibilität. Hier findet ihr noch die schönsten Fotos aus der Wüste und aus den staubigen Städten Rajasthans:

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns über deine Kaffee- und Kuchenspende!

Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind gekennzeichnet mit *.

Rajasthan, Teil 2

von Daniel Schroth Lesedauer: 14 min
1