Bula Fidschi!

Apr

30

2011

30.04.2011 | Von Daniel Schroth | 9 Kommentare

Bula Fidschi!

Wer weiß schon so genau, wo die Fidschi-Inseln liegen? Wir wussten es auch nicht, bis wir nach gut 4 Stunden Flug von Melbourne in Nadi landen. Nadi ist eine der wenigen Städte auf der Hauptinsel der Fidschis, die einen Flughafen besitzen. Die Fidschianer reden lieber von Festland als von Hauptinsel, so klein ist sie ja auch gar nicht.

Wir sind ungefähr auf dem Längengrad von Neuseelands Nordinsel, aber viel weiter nördlich, irgendwo zwischen 15 und 20 Grad südlicher Breite, auf der Höhe des nördlichen Australiens. Eine Ewigkeit entfernt aber doch benachbart liegen viele Inseln mit tollen exotischen Namen wie Samoa, Tonga, Tuvalu oder Vanuatu. Für uns sind die Fidschis die letzte Möglichkeit, nochmal richtig Sonne aufzutanken, denn sowohl in Neuseeland als auch in Südamerika wird es winterlich, kalt und vielleicht auch verregnet sein.

Viel geplant haben wir nicht für unsere 2 Wochen auf den Inseln. Im Reisebüro in Karlsruhe fiel uns vor der Reise der Prospekt einer Firma in die Hand, die mit einem großen Katamaran die Yasawa-Inseln bedient. Diese Inselgruppe liegt nordwestlich von Nadi, die nördlichste Insel ist 5 Stunden mit dem Boot von der Hauptinsel entfernt. Es gibt einen Insel-Hopping-Pass, mit dem man beliebig oft zwischen allen Inseln hin- und herfahren kann. Wir entscheiden uns für den Bula Combo Pass, welcher zwar teurer ist, dafür aber zusätzlich zum Insel-Hopping auch die Unterkünfte beinhaltet und bei manchen dieser Unterkünfte sogar die Mahlzeiten.

Am Flughafen steuern wir das Büro von Awesome Adventures Fiji an, wo wir bereits erwartet werden. Für die erste Nacht haben wir das „Welcome Pack“ gebucht, mit Transfer, Hotel und Frühstück. Es ist schon nach 20:00 Uhr, als wir mit „Bula“ im Büro von 2 jungen Damen begrüßt werden. Wir geben mal eben noch 3300 FJD (ca. 1300 Euro) aus und kaufen für jeden einen Combo Pass für 14 Tage. Dieser Preis gilt für uns beide zusammen, nicht pro Pass. Dabei sparen wir recht viel Geld, denn wenn wir den Pass schon vorher online gekauft hätten, wäre er viel teurer gewesen, da wir in Australischen Dollars bezahlt hätten und die entsprechende Summe in Euro höher gewesen wäre. Außerdem handeln wir ganz spontan noch 5% Rabatt heraus.

Ein altes schrammliges Taxi bringt uns auf ebensolchen Straßen zum Aquarius Hotel auf halbem Weg zum Hafen, von wo aus morgen früh der Katamaran ablegen soll. Wir bekommen unser Zimmer, mit richtigem Bett und Klimaanlage. Zwischen Pool und Strand nehmen wir Platz und gönnen uns ein Abendessen. Für 2 kleine Portionen und eine Flasche Wasser bezahlen wir 43 FJD (ca. 17 Euro), die Preise sind also wie zu Hause. Hoffentlich haben wir genug Geld am Automaten geholt, denn auf den Inseln gibt es keine Möglichkeit, an Bargeld zu kommen.

Der nächste Morgen beginnt viel zu früh, um 6:30 Uhr sitzen wir bereits beim Frühstück und sind wacher als die langsamen Hotelangestellten, denn einen Kaffee bekommen wir nicht mehr. Um 7:00 Uhr steigen wir in einen großen Bus ein, sammeln in der nächsten halben Stunde noch ein paar andere Gäste ein und kommen in Port Denarau an. Hier sehen wir schon den „Yasawa Flyer“, den großen Katamaran von Awesome Adventures Fiji (im Folgenden AAF genannt), gelb und violett sind die Firmenfarben. AAF fährt mit diesem Boot täglich von hier bis zur nördlichsten der Yasawa-Inseln und wieder zurück. Mit einem Hopping-Pass kann man entweder auf der Nord- oder auf der Südroute zusteigen und bis zu einem beliebigen Ziel auf der Route mitfahren.

Knapp 30 Unterkünfte befinden sich auf den Inseln und werden vom Katamaran bedient, davon akzeptieren knapp 20 unseren Combo Pass für Unterkunft und Verpflegung. Einige der Resorts sind von besserem Standard, für diese müssen wir einen Aufpreis bezahlen: für die Unterkunft, fürs Essen oder auch für beides. Wie das genau läuft, wissen wir zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.

Wir checken ein, unsere großen Rucksäcke werden aufs Boot verladen, um 8:30 Uhr fahren wir los. Wir müssen uns entscheiden, auf welcher Insel wir heute aussteigen und in welchem Resort wir die nächste Nacht oder die nächsten Nächte verbringen wollen. Ein paar Infos bekommen wir aus der AAF-Broschüre, Marsi hat aber auch in Australien schon recherchiert, welche Resorts gut sein sollen.

Wir entscheiden uns für das Coralview Island Resort, das weit entfernt auf einer der nördlichsten Inseln liegt. Unterkünfte bucht man einfach auf dem Boot, wo sich ein kleiner Schalter von AAF befindet. Die Damen prüfen die Verfügbarkeit der Resorts und machen die Reservierungen. Sobald man seinen nächsten Ort bestimmt hat, bekommt das Gepäck einen kleinen Anhänger, damit es auch aufs richtige Taxiboot verladen wird, das Gäste und Gepäck zu den jeweiligen Resorts bringt. Auf dem mittleren Deck finden wir einen gemütlichen Platz und genießen die Sonne. Nach knapp 5 Stunden Fahrt kommen wir endlich an.

Die nächsten 14 Tage verbringen wir in 8 verschiedenen Resorts auf 6 verschiedenen Inseln. Wir wollen euch in den nächsten beiden Teilen unserer Fidschi-Artikel erzählen, was wir alles erlebt haben. Bilder gibt es natürlich auch wieder. Bula und Vinaka!

Comments (9)

  1. Hey,
    was mich noch interessieren würde:
    Sind es 1300€ für beide zusammen gewesen? Und euer Pass war für 14Tage gültig?

    Liebe Grüße

    1. Hi Noel,

      vielen Dank für deine Frage! Ich habe die Stelle im Artikel verändert. Der Preis gilt für uns beide zusammen und für den 14-Tage-Pass.

      Grüße,
      Daniel

  2. Achso und was mich auch noch interessieren würde, wie hat euch denn Neuseeland danach gefallen? War es sehr schlimm, dass es recht kalt war dort drüben? Sorry so viele Fragen… 🙂

    1. Ob es uns in Neuseeland gefallen hat nach den Fidschis? Aber Wie! Wir meinen: Neuseeland ist auch und vor allem in der kalten Jahreszeit eine Reise wert. Es ist kaum jemand unterwegs, die Preise sind niedriger und das Wetter ist oft grandios für Fotos. Uns hat es damals im Mai/Juni super gefallen, auch wenn der eine oder andere verregnete Tag dabei gewesen ist.

      Gegen die Kälte haben wir einen guten Tipp: Ab in den nächsten Icebreaker-Shop! Merinowolle hält euch bestimmt warm. Ansonsten hilft ein guter Schlafsack und eine Gasheizung im Camper (falls ihr im Camper unterwegs seid). Wir hatten außerdem eine Winterjacke dabei und Mütze/Handschuhe, die haben wir aber wirklich selten gebraucht.

      Viel Spaß und grüßt NZ herzlich von uns!
      Daniel

  3. Hey Daniel, hört sich echt gut an was ihr da erlebt habt! Habt ihr zufällig auch von Leuten gehört die den Bula pass nicht gebucht hatten und könnt mir erzählen was die für Erfahrungen hatten?
    Ich bin grade selbst am Fijis planen auch wegen der Kälte in nz und bräuchte noch ein paar Tipps 😉 vor Ort buchen oder schon im Vorhinein, und kann man wenn man vor Ort Bucht auch mit Karte zahlen? Liebe Grüße Hannah

    1. Hallo!

      Die Yasawas sind ja nur ein paar wenige der vielen Fidschi-Inseln und Awesome Fiji fährt nur die Yasawas an. Es gibt also noch genug Auswahl, auch ohne Yasawas, Awesome Fiji und Bula Pass. Aber auch auf der Yasawas (wo wir waren) kann man ohne Bula Pass eine wunderbare Zeit haben in einem der vielen Resorts. Awesome Fiji bietet direkt auf der Webseite auch Pakete ohne Bula Pass an, die heißen z.B. „Island Escapes“.

      Und es gibt bestimmt noch andere Anbieter, die die Inseln anfahren und/oder Angebote mit Transfer und Unterkunft haben. Wenn ihr 1-2 Tage in Nadi bleiben könnt, würde ich mich einfach vor Ort informieren und nichts vorher buchen. Die Wege sind kurz und Probleme mit Überbuchung solltet ihr nicht bekommen. Ob man mit Karte zahlen kann, weiß ich gar nicht … wir haben unsere gesamte Reisekasse mit Bargeld bedient (abgehoben mit der Visa-Karte der DKB).

      Grüße,
      Daniel

  4. Hallo 🙂
    Mein Freund und ich starten im September unsere Weltreise und sind momentan fleißig am planen und recherchieren 🙂 Darf ich fragen, welchen Pass ihr euch geholt habt? Coconut 1, 2 oder 3? Und was bedeutet dorm/ bure (shared bzw 1 Person)?
    Sind „dorm“ Doppelzimmer und „bure“ Hütten?
    Kann es sein, dass man auch mal in einem „Gemeinschaftszimmer“ landet und sich dies mit „fremden“ teilen muss?
    Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen! Vielen Dank und liebe Grüße aus dem regnerischen Deutschland!

    1. Hi Maike!

      Danke für deine Fragen, wir schicken sie auch per E-Mail an deine Adresse. Wir hatten einen ganz normalen „Bula Combo Pass“, die Unterteilungen in Coconuts gab es 2011 noch nicht. Dafür mussten wir für einige Resorts extra bezahlen.

      Eine „Bure“ ist auf den Fidschis eine Hütte, meist ein Doppelzimmer. Ein „Dorm“ ist ein Schlafsaal, das man sich mit anderen (fremden) Reisenden teilt. Die Bezeichnung „Dorm“ kommt von „Dormitory“ (englisch für Schlafsaal) und gilt übrigens nicht nur auf den Fidschis, sondern überall auf der Welt. Hingegen heißen Doppelzimmer mit einem großen Bett „Double“, mit zwei Einzelbetten „Twin“.

      In einem Gemeinschaftszimmer (also einem Dorm) landet ihr natürlich nur, wenn ihr das auch so bucht. Wenn ihr eine Bure bucht, dann bekommt ihr auch eine.

      Hilft dir das?

      Liebe Grüße,
      Daniel

      1. Hi Daniel!
        Super vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.

        Vielen Dank und liebe Grüße

        Maike

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Bula Fidschi!

von Daniel Schroth Lesedauer: 4 min
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