Was auf einer Weltreise mit Baby ins Gepäck muss

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2015

09.10.2015 | Von Marsela Schroth | Keine Kommentare

Was auf einer Weltreise mit Baby ins Gepäck muss

Keiner hat behauptet, dass eine Reise mit Kind einfach wäre. Langstreckenflüge, Jetlag, fremde Betten, ungewohnte Nahrung, zu hohe oder zu niedrige Temperaturen … all das kann der Reisefreude eine Dämpfer erteilen. Doch keine Sorge: Mit ein bisschen vorausschauender Planung und Vorbereitung macht eine Reise mit Babys und Kleinkindern Spaß und kann sehr bereichernd sein. Und zwar für die Eltern und für die Kinder.

Essen

Bei der ersten Reise mit einem Baby stellt man mit Sicherheit eines fest: Zu viel eingepackt! Dabei ist es gar nicht so schwierig, leicht und sinnvoll zu packen. Es hängt natürlich davon ab, wie alt das Kind ist und ob es noch gestillt wird, Milch aus der Flasche trinkt, Brei oder feste Nahrung isst. Also, was soll man mitnehmen?

Als wir im September 2014 auf unsere zweite Weltreise starteten, wurde Darian nicht mehr gestillt und nachts brauchte er keine Milch mehr. Ab und zu fand er Früchtebrei gut, ansonsten liebte er es, alles zu probieren, was wir auch essen. Damit war für uns klar, dass eines auf jeden Fall mit muss, egal ob wir Platz haben oder nicht: unser heiß geliebter Latz! Damit spart man sich einige ungewollte Wäschen.

Für uns unverzichtbar und überall dabei, außerdem auch ein großartiges Spielzeug, wenn das Kind nicht isst.

Reisen

Wir haben lange überlegt, was wir mitnehmen: Rucksacktrage, Bondolino oder doch den Kinderwagen? Wie oft werden wir wandern? Wie schwer wird Darian noch werden? Wollen wir ihn immer tragen oder ist es besser, ihn im Wagen zu schieben? Fragen über Fragen.

Wir haben uns gegen den Bondolino entschieden, obwohl er seit Darians Geburt oft im Einsatz war. Allerdings ist er für längere Wanderungen nicht geeignet.

Dafür haben wir eine Kraxe der Marke Deuter auserwählt. Darian saß drin wie ein König, konnte von oben alles gut überblicken und wenn er müde war, dann hat er eben ein Schläfchen gemacht. Mit wenigen Handgriffen konnten wir die Rückenlänge des Tragesystems so verstellen, dass wir ihn beide bequem tragen konnten.

Und wenn er mal nicht in der Trage unterwegs war, saß er in seinem Luxusgefährt. Wir haben in einem eigenen Artikel über unseren Reisekinderwagen berichtet. Der Mountain Buggy Nano ist ein Leichtgewicht mit weniger als 6 kg, passt in fast jedes Handgepäckfach im Flugzeug und ist eine absolute Bereicherung für jede Reise mit Kind!

Für alle, die planen, mit einem Baby auf die Reise zu gehen, haben wir etwas Sensationelles entdeckt, Babyschale und Kinderwagen in einem.

Zum Thema “Sicheres fliegen” haben wir etwas gefunden. Ich finde es klasse, denn die normalen Bauchgurte sichern ein Kleinkind nicht gut. Da Darian mit über 2 Jahren inzwischen einen eigenen Platz im Flieger benötigt, werden wir uns auch so einen Gurt vor der nächsten Reise zulegen. 🙂

Wir hatten das Glück, dass Darian nie Probleme mit dem Druckausgleich hatte. Wir haben stets darauf geachtet, dass er entweder seinen Schnulli im Mund hat, dass er trinkt oder oft gähnt. Falls das bei euch oder euren Kindern nicht funktioniert, könntet ihr diese Stöpsel testen. Hier reguliert ein Filter den Druckausgleich.

Ich habe mich immer gefragt, wieso Mütter diese riesigen, unhandlichen und vollgestopften Wickeltaschen mit sich herumschleppen. Wenn man Flaschen, Milchpulver oder Essen mitnehmen muss, kann ich das noch verstehen. Aber nur zum Wickeln? Damals habe ich etwas gesucht, das handlich und klein war und trotzdem alles beinhaltet, was man zum Wickeln braucht: Windeln, feuchte Tücher, Mülltüten, Wechselklamotten und eine Creme. Ich habe es gefunden: Damit haben wir eine Weltreise gemeistert und es ist immer noch täglich im Einsatz!

Zum Schluss noch ein ganz praktischer Tipp: Wir waren in Singapur entweder mit Taxi oder Bus unterwegs und hatten immer den Kinderwagen dabei. Es fehlte aber die Möglichkeit, mal schnell ein paar Einkäufe oder eine Tasche zu verstauen oder im Bus die Einkaufstaschen abzustellen, ohne dass sie umfallen. Da hat uns unser Couchsurfing-Host ein ganz simples Gadget aus dem Ein-Dollar-Laden mitgebracht, einen Doppelhaken. Wir haben ihn seither auf der Reise immer wieder benutzt und können es empfehlen.

Schlafen

Wir sind, als Darian auf die Welt kam, etwas zu optimistisch an die Reiseplanung gegangen. Wir haben Größe und Gewicht der Dinge, die wir mitnehmen wollten, doch etwas unterschätzt.

Das Popup-Zelt mit integrierter Isomatte war nicht schwer, einfach zu verstauen und perfekt für eine Reise. Am Ende war es doch zu schwer und zu sperrig. Allerdings würde ich es trotzdem in Betracht ziehen, wenn man mit einem Baby unterwegs ist. Aus dem Bettfallen oder rollen ist unmöglich, denn das Zelt wird auf dem Boden aufgebaut. Gerade  wenn der Nachwuchs schläft und beide Eltern ein gemütliches Glas neuseeländischen Wein im Sonnenuntergang vor dem Camper genießen wollen, können wir dieses Zelt empfehlen. Darian benutzt es auch nach der Reise immer noch, es steht in seinem Zimmer und ist seine persönliche Höhle.

Hätte ich dieses praktische Teil früher entdeckt, dann wäre uns (oder vielmehr Darian) so mancher Sturz aus dem Bett im Campervan erspart geblieben.

Bis kurz vor dem Ende unserer 7-monatigen Weltreise ging nichts ohne Darians Schnulli! Wenn der nicht da war, wollte unser Sohn nicht schlafen. Tagsüber hat er ihn zum Glück nicht gebraucht. Auch ohne Schnulli ist sein “Schnuffi” ein unverzichtbares Utensil. Dabei akzeptiert er nur das eine Original-Schnuffeltuch, das mit uns um die Welt gereist ist. Jedes Ersatz-Schnuffi hat keine Chance. Der Hersteller aden + anais bietet viele verschiedene Designs an, die Tücher sind auch als leichte Zudecke oder als Sonnenschutz am Kinderwagen geeignet.

Spielen

Wir wurden oft gefragt, ob unser Sohn auch genug Spielzeug auf der Reise dabei hatte. Unglaublich, aber wahr: Ja, natürlich hatte er Spielzeug dabei. Während wir im Campervan unterwegs waren, hat es uns nicht weiter gestört, hier und da neues Spielzeug zu besorgen und am Schluss eine riesige Tüte mitzuschleppen. Als wir jedoch ohne Camper in Südostasien waren, mussten wir ganz ordentlich ausdünnen. Mit der Zeit hatte sich so viel angesammelt, dass wir kurz vor unserem Flug nach Thailand bei einer Freundin in Christchurch/Neuseeland einen großen Berg zurückgelassen haben.

Diese Ringe sind äußerst praktisch. Zum Aufhängen im Auto, zum Festhalten, als Kinderwagenkette, zum Auseinander- und wieder Zusammenbauen. Hier kommt keine Langweile auf.

Eins von diesen Autos hatten wir auf der ganzen Reise dabei, es kam sogar wieder mit nach Hause. Es hat alle Strapazen überlebt und Darian spielt immer noch gerne damit.

Ein kleines Buch und gut greifbare, dicke Buntstifte, mehr braucht man nicht. So entsteht mit der Zeit ein wunderschönes Reisetagebuch.

Stapelbecher gibt es in vielen Ausführungen. Kinder lieben es: Becher stapeln und dem Turm danach wieder umwerfen, Wasser aus dem einem in den anderen Becher umzuschütten oder Sandburgen damit zu bauen.

Bücher sind ein endloses Thema. Wenn es nach Darian ginge, hätten wir eine ganze Bibliothek mitgenommen. Am Anfang unserer Reise hatten wir aber genau ein Buch dabei. Das war ein selbst gemachtes, laminiertes Buch mit Fotos von Familie und Freunden, mit Bildern von Tieren, Farben und mit den Texten seiner Lieblingslieder. Auf der Reise kamen weitere Bücher dazu, die wir alle mit nach Hause gebracht haben. Am besten entscheidet man sich für 1-2 Lieblingsbücher, die robust und trotzdem nicht zu schwer sind. Dieses Buch war für viele Wochen Darians Nummer eins.

Dieser Ball ist unkaputtbar, auch für kleine Kinder gut zu greifen, leicht zu verstauen und auch im Handgepäck im Flugzeug sofort zur Stelle.

Bücher über das Reisen mit Kindern

Wenn ihr auch eine Reise plant und mehr Informationen braucht, gibt es das eine oder andere hilfreiche Buch. Je nachdem ob ihr blutige Anfänger oder erfahrene Backpacker seid – es ist für jeden etwas dabei. Außerdem erscheint einmal im Jahr das informative GEO Saison – Reisen mit Kindern.

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Was auf einer Weltreise mit Baby ins Gepäck muss

von Marsela Schroth Lesedauer: 13 min
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