20 unverzichtbare Programme auf unserem Laptop

Mai

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2016

31.05.2016 | Von Daniel Schroth | 1 Kommentar

20 unverzichtbare Programme auf unserem Laptop

Ihr wisst aus unseren bisherigen Artikeln schon, warum wir mit Laptop reisen und warum ein MacBook Air das perfekte Reise-Laptop ist. Während Mac OS X eigentlich schon fast alles mitbringt, um kreativ arbeiten zu können, gibt es doch ein paar zusätzliche Programme, ohne die es einfach nicht mehr geht. Beim täglichen Arbeiten zu Hause unterstützen sie uns ebenso wie auf Reisen, wenn es ganz andere Hürden zu meistern gibt.

Hier stellen wir euch – sortiert nach ihren Namen – die 20 wichtigsten Programme vor, auf die wir nicht mehr verzichten wollen und beschreiben, wofür und wie wir sie einsetzen. Auch wenn manche der Programme schon in Mac OS X integriert sind, sind wir uns sicher, dass das eine oder andere dabei ist, das nicht jeder kennt. Viele Links in diesem Beitrag gehen zu den Hersteller-Webseiten oder zu Affiliate-Partnern, über die ihr dann in die entsprechenden AppStores geleitet werden. Wir haben die einzelnen Links der Übersicht halber nicht wie sonst einzeln gekennzeichnet.

1. Adobe Lightroom

Lightroom ist eine Profi-Software für die Verwaltung und Bearbeitung von Fotos. Es konzentriert sich auf den täglichen Workflow von Fotografen. Neben allen Standard-Aufgaben kann Lightroom auch hervorragend entrauschen (bei hohen ISO-Werten), entzerren (perspektivische Verzerrungen entfernen) und automatische Linsenkorrekturen vornehmen. Seit Version 6 kann es sogar mit wenigen Klicks Aufnahmen zu Panoramen kombinieren, einfach und besser als jede Panorama-Software, die ich bisher getestet habe. Lightroom ist entweder als Kaufversion (ca. 120 Euro) erhältlich oder als Abonnement bei Adobe (zusammen mit Photoshop für 11,89 Euro pro Monat).

2. AppCleaner

Damit beim Deinstallieren von Software auch wirklich alles entfernt wird, was bei der Installation angelegt wurde, benutzen wir dieses kleine Helferlein. Es wird regelmäßig aktualisiert und ist kostenlos erhältlich. Man zieht das betreffende Programm einfach auf das AppCleaner-Icon im Dock oder in das Fenster der geöffneten Anwendung und bestätigt den Vorgang. Fertig.

3. Better Rename 9

20 Euro kostet dieses Programm im AppStore. Ich benutze das flexible Umbenennungs-Werkzeug seit über 10 Jahren für alle möglichen Zwecke, für heruntergeladene Musik, fortlaufende Nummerierung gleichartiger Dateien und vor allem für Fotos. Die Benennung von digitalen Fotos in der Kamera mit einem Präfix (z. B. DSC_) und einer fortlaufenden Nummer ist völlig nutzlos, wenn die Fotos erst mal auf der Festplatte sind. Stattdessen bringe ich im Dateinamen Aufnahmedatum und -zeit unter, das mir sehr viel mehr hilft, ein Foto später wiederzufinden oder zuzuordnen.

4. Cleanup smb mess

Unsichtbare Dateien erfüllen wichtige Zwecke und sind auf dem Mac ausgeblendet. Sobald man aber den Mac verlässt und z.B. über externe Datenträger (USB-Stick, Festplatte) Daten mit anderen Betriebssystemen austauschen möchte, werden sie lästig. Mit .DS_Store kann kein Windows-User etwas anfangen, auch unser Autoradio verschluckt sich regelmäßig daran. Um von einem externen Datenträger (oder aus einem beliebigen Ordner) alle unsichtbaren Dateien zu entfernen, zieht man ihn einfach auf das Icon von Cleanup smb mess. Wahlweise wird der Datenträger auch gleich automatisch ausgeworfen. Das Programm wurde lange nicht aktualisiert, funktioniert aber einwandfrei und ist unter anderem bei MacUpdate erhältlich.

5. ColorStrokes

Wer schon einmal auf der Khao San Road in Thailand war, kennt die Postkarten mit grauen Tempeln, vor denen – als einziger Farbtupfer auf dem Bild – Mönche in ihren strahlend-orangefarbenen Gewändern sitzen. Oder von leuchtenden Lotusblüten in einer sonst farblosen Landschaft. Während die meisten Teile eines Fotos in Graustufen umgewandelt werden, bleiben die entscheidenden Details farbig. Um diesen Effekt ganz ohne Lightroom und Photoshop auf Fotos anzuwenden, lohnt sich die Ausgabe von 1,99 Euro im AppStore für ColorStrokes, das neben dem eigentlichen Effekt auch noch viele weitere Spielereien anbietet.

6. Cyberduck

Ich nutze Cyberduck nur als FTP-Client, wobei die Software noch viel mehr kann: Amazon S3, WebDAV, Azure sind nur ein paar Dienste, auf die man mit der kleinen gelben Ente zugreifen kann. Die Donation Ware kann kostenlos heruntergeladen und uneingeschränkt benutzt werden, die Spende ist aber für ein Programm dieser Qualität mehr als selbstverständlich. Cyberduck gibt es übrigens auch für Windows.

7. Dropbox und ownCloud

Auch wir speichern die wichtigen Dokumente in der Cloud, damit wir sie immer und überall dabeihaben können. Dropbox ist simpel in der Benutzung, in der Grundversion kostenlos und einfach unglaublich praktisch. Die richtig wichtigen Dateien wollen wir natürlich nicht unverschlüsselt auf irgendwelchen Servern lagern, deswegen haben wir verschiedene Cloud-Verschlüsselungsdienste ausgiebig getestet (SafeMonk, Viivo, CloudFogger, BoxCryptor) und alle für untauglich befunden. Stattdessen haben wir unsere eigene Wolke im Cloud-Himmel: Wir benutzen ownCloud für die wichtigen Dateien und legen sie verschlüsselt auf unserem eigenen Server ab, während die Synchronisierung genauso bequem ist wie mit Dropbox.

8. gps4cam

In einem Artikel über das Geotagging von Fotos habe ich diese unglaublich smarte Software schon ausführlich beschrieben. Mit minimalem Aufwand haben wir nicht nur für jedes Foto dessen Aufnahmeort im Foto selbst gespeichert (ganz ohne GPS-Modul in der Kamera), sondern auch noch die kompletten GPS-Daten unserer Weltreiseroute in gpx-Dateien. Wann immer wir eine Reiseroute visualisieren wollen oder wissen möchten, wo genau wir zu welcher Zeit gewesen sind, gps4cam hat uns dabei geholfen, diese Informationen aufzuzeichnen. Die Software ist kostenlos für Windows und Mac erhältlich, jedoch benötigt man auch die Versionen fürs Mobiltelefon, welches die GPS-Daten zunächst aufzeichnet. Diese Versionen sind über PlayStore bzw. AppStore für Android und iOS für je ca. 3 Euro erhältlich.

9. GraphicConverter

Ein Urgestein auf dem Mac. Und nur auf dem Mac. Aus einem praktischen kleinen Programm zur Konvertierung von Bildformaten hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ausgewachsene Bildbearbeitungs-Software entwickelt, die unglaubliche viele Funktionen bietet. Ich nutze sie beispielsweise, um Fotos auszusortieren oder um EXIF-Aufnahmedaten gezielt zu verändern, wenn ich wieder einmal vergessen habe, die Zeiteinstellung der Kamera nach einem Zeitzonenwechsel anzupassen. Die Software kostet 35 Euro und gehört auf jedem Mac installiert.

10. HoudahGeo

Das Werkzeug für die Geocodierung von Fotos sieht schick aus, bietet einen intuitiven Workflow und bedient sich fast von selbst. Ganz egal, mit welchem Gerät man einen GPS-Track aufgezeichnet hat (GPS-Logger, Handy, Kamera …), mit HoudahGeo kann man mit wenigen Schritten diese Informationen auf Fotos übertragen und diesen ihren Aufnahmeort automatisch zuweisen. Manuelle Korrekturen sind ebenso möglich wie die Eingabe von Zeitdifferenzen zwischen Kamera und Logfile, es arbeitet sogar mit gps4cam zusammen. Für 29 USD lohnt sich der Kauf als ideale Ergänzung zu gps4cam für alle, die ihre Fotos auf einfache Weise geotaggen wollen.

11. KeePass X und 1Password

Du verwendest eine Handvoll Standard-Passwörter immer wieder? Weil du dir nicht mehr Passwörter merken willst oder kannst? Wie wäre es stattdessen, wenn du dir nur noch ein einziges Passwort merken musst? Ein Passwortsafe ist für uns Pflicht. Nur so können wir sicherstellen, dass wir mit allen Logins starke Passwörter verwenden, die wir uns selbst gar nicht merken müssen. Viele Jahre lang benutzten wir KeePass X und waren sehr zufrieden damit. Vor ein paar Monaten haben wir 1Password gekauft und sind mehr als glücklich mit diesem Kauf, weil es sich noch besser als KeePass X nahtlos in die tägliche Arbeit integriert. KeePass X ist kostenlos erhältlich, 1Password kostet derzeit 65 Euro.

12. MacJournal

Wir schreiben Tagebuch auf unseren Reisen, sehr ausführlich sogar. Das hilft uns beim Verfassen der Blogbeiträge und sorgt noch Jahre später dafür, dass wir uns an viele Details wieder erinnern, die wir sonst längst vergessen hätten. MacJournal ist das Tagebuch der Wahl auf dem Mac und kostet 20 Euro im AppStore. Die Tagebücher können verschlüsselt und bei Bedarf über Cloud-Speicherdienste über mehrere Geräte synchron gehalten werden.

13. SmartBackup

Wir benötigen keine stündlichen Backups unserer kompletten Daten und nutzen Apples TimeMachine deswegen nur alle paar Wochen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Die Daten aber, mit denen wir täglich arbeiten, sichern wir nach getaner Arbeit mit der schlanken Software SmartBackup, die es für 25 USD zu kaufen gibt. Backup-Datenträger (externe Festplatte, USB-Stick …) anschließen, SmartBackup öffnen, die entsprechende Sicherung auswählen, ein Klick auf „Sichern“ und das Backup läuft. Selbstverständlich werden nur die neuen und veränderten Dateien übertragen, wodurch ein Backup üblicherweise in wenigen Sekunden erledigt ist. Kommen größere Datenmengen ins Spiel, dauert es entsprechend länger.

14. TeamViewer

Um mal eben auf einen entfernten Rechner zuzugreifen, ist der kostenlose Teamviewer das Tool der Wahl. So kann ich von unterwegs Freunden helfen, die Ärger mit ihrem Rechner haben oder bei einem Problem nicht weiterkommen, das sich nicht ohne Weiteres aus der Ferne lösen lässt.

15. Terminal

Ich liebe es, Marsi hasst es: Das Terminal auf dem Mac. Ja, es gibt für jeden der kryptischen Befehle auch eine andere Möglichkeit, ans Ziel zu kommen. Aber wie ungemein praktisch ist das Terminal für Webdesigner, um über SSH auf entfernte Server zuzugreifen und Daten hin- und herzuschieben, ganz ohne den Umweg über die lokale Festplatte gehen zu müssen? Ich könnte noch 100 weitere Funktionen beschreiben, die mit dem Terminal viel einfacher von der Hand gehen.

16. TextWrangler

Ein richtiger Texteditor gehört auf jeden Computer. Nein, Notepad auf Windows und SimpleText auf dem Mac zählen nicht dazu. Und schon gar nicht darf man Word als Texteditor bezeichnen! Vor allem Informatiker stehen auf die reinigende Wirkung von Textdateien, ohne automatische Formatierungen und Schnickschnack, den man aus manchen Programmen ungewollt mit in die Zwischenablage kopiert. TextWrangler ist kostenlos über den AppStore erhältlich und erfüllt alle Anforderungen, die man an einen professionellen Texteditor stellt.

17. TimeMachine

Sollte unser Laptop einmal gestohlen werden oder die interne Festplatte ihren Dienst versagen, lehnen wir uns entspannt zurück. Wir haben ja unser Backup. Natürlich schmerzt der Verlust des Geräts, aber solange die Daten noch da sind, ist alles halb so schlimm. TimeMachine ist auf jedem Mac vorinstalliert und sorgt auf einfachste Weise dafür, dass man im Fall der Fälle schnellstmöglich wieder einsatzbereit ist.

18. VOX

Die jüngere Generation und die iPod-Benutzer werden wir mit dieser Software nicht begeistern. Schließlich gibt es iTunes und viele andere Programme, um Musik auf dem Rechner abzuspielen. Aber mal ehrlich: Ich will nicht wissen, wie oft ich welchen Titel schon gehört habe. Ich will Titel nicht mit Sternen bewerten. (Internet-)Radio ist überhaupt nicht mein Ding. Und wie bescheiden sich iTunes bedienen lässt, wenn die ID3-Tags der MP3s nicht konsequent gepflegt sind, ist auch kein Geheimnis. Auch Spotify und Deezer konnten sich für mich noch nicht durchsetzen. Ich bin ein Album-Hörer, wie früher mit den LPs und danach mit den CDs. Album aus dem Schrank (neuerdings von der Festplatte), rein damit, abspielen, zuhören. Wenn ein Titel nicht gefällt, Skip drücken. VOX ist über den AppStore erhältlich und erfüllt genau diesen Zweck, der schnörkel- und kostenlose Musikplayer ist für Mac und iPhone erhältlich.

19. Wunderlist

Ein großartiges Programm, diese Wunderlist. Wer denkt, es sei nur ein besserer Einkaufszettel, liegt völlig daneben. Wer es nicht selbst probiert hat, lächelt vielleicht müde, wenn ich davon schwärme. Wir organisieren damit unser halbes (Reise-)Leben, erstellen Listen und To-dos, weisen diesen Fälligkeiten zu und bestimmen, wer den Punkt erledigen soll. Wie das genau funktioniert und warum es so praktisch ist, erfahrt ihr in unserem Artikel über die Wunderlist. Die völlig ausreichende Grundversion ist kostenlos über den AppStore erhältlich.

20. Xmarks

Ein ebenso banales wie lästiges Problem habe ich schon seit vielen Jahren gelöst: die Synchronisierung von Bookmarks. Wie kann ich meine Sammlung von Lesezeichen über alle verwendeten Geräte synchron halten? Während Google-Fans und Chrome-Benutzer sogar ihre geöffneten Tabs über mehrere Geräte synchronisieren können und damit noch ein bisschen gläserner werden, gestaltet sich die einheitliche Verwaltung über verschiedene Browser und Betriebssysteme hinweg als komplexer. Hier arbeite ich mit Safari, dort mit Chrome und auf dem Geschäftsrechner mit Firefox. Und unterwegs im Internetfafé, wie war nochmal die Webseite, die ich mir kürzlich gespeichert hatte? Xmarks ist kostenlos und löst dieses Problem sehr elegant.

Wir hoffen, dass wir dir noch den einen oder anderen Tipp geben konnten mit unserer Liste der unverzichtbaren Programme auf unserem Reise-Laptop.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns über deine Kaffee- und Kuchenspende!

Comments (1)

  1. Tolles Weltreise Blog! Dass mal solche Programme aufgeführt werden, finde ich auch interessant und werde ich mir definitiv einiges bei mitnehmen! Viel Spass noch auf Weltreise, geniesst die Zeit!

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von Daniel Schroth Lesedauer: 9 min
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