FAQ

Hier beantworten wir eure Fragen! Wenn ihr etwas über uns oder über unsere Reisen wissen wollt, schickt eure Fragen per E-Mail an info@weltreise.name.

Wie lange vorher sollte man beginnen, eine Weltreise zu planen?

Für unsere erste Weltreise waren die 2 Jahre Planungzeit hauptsächlich Geld-Anspar-Zeit, parallel dazu haben wir alle Informationen gesammelt, Visa und Equipment besorgt und die wichtigsten Flüge gebucht. Wenn man vom Geld absieht, kann man eine Weltreise sicherlich in wenigen Wochen planen, denn unterwegs bleibt genug Zeit, sich auf die jeweils nächsten Ziele vorzubereiten. Für die Planung der zweiten Weltreise haben wir nur wenige Monate benötigt.

Welches Land (oder welche Länder oder welche Route) würdet ihr empfehlen für einen ca. dreiwöchigen Urlaub als Schnupperkurs für eine Weltreise?

Das Einstiegsland – so auch unser Tipp – ist immer noch Thailand: Touristisch bestens erschlossen, günstig und einfach zu bereisen. Trotzdem sieht man eine komplett andere Kultur, viele Gleichgesinnte und vor allem, dass die Uhren dort anders ticken. In 3 Wochen könnte man Bangkok, Chiang Mai (im Norden) und eine Insel im Süden besuchen und hätte mit Stadt, Trekking und Strand schon mal einen guten Einstieg.

Wir wissen inzwischen aber, dass das Weltreisegefühl nicht von den Ländern abhängt, die man besucht, sondern von der langen Zeit, die man unterwegs (und nicht zu Hause) ist. Auch bei 4 oder 6 Wochen Urlaub ist das Ende schon von Anfang an viel zu nah. Wer aber nach 3 Wochen Thailand schon die Krise kriegt, sollte sich das mit einer längeren Reise wirklich gut überlegen. 😉

Wenn ihr euch in Malaria-Gebieten aufhaltet, trefft ihr irgendwelche Vorkehrungen, z.B. Prophylaxe?

Nein. Wir folgen diesen Regeln und fühlen uns damit relativ sicher:

Wir benutzen wenn nötig ein Mosiktonetz und tragen Mückenschutz auf.
Daniel hat Marsi als natürlichen Schutz dabei, denn für jeden Stich bei Daniel kommen 99 bei Marsi.
Wir meiden Hochrisikogebiete.
Wir meiden Risikogebiete in und kurz nach der Regen- oder Monsunzeit.

Wir nehmen weder Prophylaxe noch haben wir ein Standby-Medikament dabei, weil wir uns selten so weit abgelegen von Städten aufhalten, dass wir nicht innerhalb kurzer Zeit in einem Krankenhaus sein könnten, wo die Ärzte ohnehin viel besser wissen, wie man Malaria diagnostiziert und wie sie zu behandeln ist. Auf Verdacht ein Standby-Medikament einzuwerfen erscheint uns nicht sinnvoll, wenn man professionelle Hilfe schnell erreichen kann.

Habt ihr euch impfen lassen und gegen welche Krankheiten?

Wir haben uns sehr gut informiert und eine Reise-Untersuchung beim Arzt gemacht. Neben den Standardimpfungen, die jeder sowieso haben sollte, haben wir jetzt Impfschutz gegen folgende Krankheiten:

  • Hepatitis A und B
  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Tollwut
  • Japanische Encephalitis
  • Saisonale Grippe
  • Masern, Mumps, Röteln

Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel: Impf-Marathon.

Wie teuer sind die Impfungen und wer bezahlt sie?

Ganz schön teuer! Wir hatten zwar beide schon alle Hepatitis-Impfungen von früheren Reisen, die restlichen der oben aufgeführten Impfungen kosteten jeden von uns trotzdem fast 500 Euro. Auch wenn wir alles selbst hätten bezahlen müssen, wäre es uns das Geld wert gewesen.

Glücklicherweise hat Daniels Krankenkasse TK die komplette Summe übernommen, Marsis Krankenkasse HEK hat die Kosten immerhin zu 70% übernommen. Bei anderen Kassen wird es ähnlich sein. Es gibt also keinen Grund, ohne Impfschutz zu reisen.

Wieviel Geld habt ihr für die Reise angespart?

Diese Frage hören wir oft. Unser Plan für die erste Weltreise war: Wenn wir es schaffen, 15.000 Euro pro Person zu sparen, starten wir. Diese Summe versteht sich inklusive aller Flüge und Visa, aber ohne Equipment, das man zu Hause kauft, und sie gilt für eine Reise zu zweit. Und ohne die Ausgaben, die zu Hause weiterlaufen.

Auf wundersame Weise haben wir es sogar geschafft, etwas mehr zu sparen und sind im Oktober 2010 mit gut 40.000 Euro (für uns beide zusammen) gestartet, wobei die wichtigsten Flüge bereits bezahlt waren.

Für die zweite Weltreise sah es ähnlich aus. Weil wir zu dritt unterwegs waren, hauptsächlich teure Länder bereist haben und der Euro miserabel stand, haben wir in 7 Monaten beinahe so viel ausgegeben wie auf der ersten Reise in 12.

Wir haben in unserer Finanzen-Rubrik detailliert aufgeschlüsselt, wie viel wir auf den Reisen ausgegeben haben.

Bargeld-Versorgung unterwegs: Habt ihr das Geld auf einem deutschen Konto, reist mit Schecks oder wie macht ihr das?

Auf unserer ersten Reise hatten wir eine kleine Menge (700 USD) als Amex Traveller’s Cheques dabei. Bei der zweiten Weltreise verzichteten wir darauf, da wir uns auf die Bargeldversorgung mit Kreditkarten verlassen. Außerdem haben wir immer eine noch kleinere Menge Bargeld in Euro für echte Notfälle dabei.

Ansonsten haben wir ein gemeinsames Konto bei einer Direktbank in Deutschland inklusive VISA-Karte für jeden, mit der wir weltweit an allen Geldautomaten Bargeld abheben können. Das Tolle dabei ist: Konto, Karten und Geldabheben im Ausland sind kostenlos und es gibt noch Zinsen obendrauf. Unser Tipp:
DKB als Hauptkarte, Comdirect als Ersatzkarte.

Wie schwer ist euer Gepäck?

Kurze Antwort: zu schwer. Gestartet sind wir auf die erste Reise 2010 mit jeweils 15 kg im großen Rucksack und 4-6 kg im Daypack/Handgepäck. Unterwegs nimmt das Gewicht leider immer zu und nie ab, weil wir Souvenirs, Kleidung und Nachschub für Verbrauchsartikel kaufen. Hier und da schicken wir ein Paket nach Hause, damit wir die Rucksäcke auch wieder tragen können.

Für die zweite Weltreise mit Kind sieht es anders aus: Wir haben eine Trage für unseren Sohn, in der wir sonst nicht allzu verstauen können. Ein kleiner Buggy darf nicht fehlen, denn immer können wir den Kleinen nicht auf dem Rücken tragen. Ein großer Rucksack mit Rollen muss für die ganze Familie genügen, im Daypack/Handgepäck findet hauptsächlich die technische Ausrüstung Platz. Wir haben also nur ungefähr halb so viel Platz fürs Gepäck wie 2010 und sind dabei eine Person mehr.

Reist ihr mit Laptop?

Ja, und das ist eine sehr weise Entscheidung! Nur so können wir Bilder bearbeiten, in aller Ruhe neue Artikel schreiben, Musik auf den MP3-Player spielen und den Überblick über unsere Ausgaben behalten. Abgenutzte Computer in Internetcafés waren gestern. Für die erste Weltreise benutzten wir ein “Dell Inspiron Mini 10v”, ein kleines Netbook mit 10 Zoll-Display, auf dem wir Mac OS X installiert haben. 2014 haben wir uns für die zweite Weltreise ein MacBook Air angeschafft, welches das gute alte Dell um Längen schlägt und richtig viel Spaß macht. Details findest du in diesem Artikel.

Habt ihr für jedes Land einen Reiseführer dabei?

Wir haben für alle Länder auf unserer Route Reiseführer in digitaler Form auf dem Laptop. Wir stellen jedoch immer wieder fest, dass ein gutes altes Buch durch nichts zu ersetzen ist. Überall sind Bücher zu haben, man kann beim Book Exchange einfach Bücher tauschen und muss keine neuen kaufen. Das Lesen auf dem Rechner oder Ausdrucken der interessanten Kapitel ist meist einfach zu unpraktisch.

Ist Laos Malariagebiet?

Ja, offiziell ist Laos, teils sogar Hochrisikogebiet mit Erregerresistenzen gegen viele Prophylaxe-Medikamente. Wir halten uns aber – sowohl auf der ersten als auch auf der zweiten Weltreise – fast nur in den großen Städten auf, wo Malaria nicht so verbreitet sein soll (Luang Prabang, Vang Vieng, Vientiane). Mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen (siehe weiter oben) fahren wir ganz gut, außerdem besuchen wir das Land in der Trockenzeit (Januar/Februar).

Habt ihr das Zugticket nach Tibet in Peking organisiert?

Nein, wir haben den kompletten Tibet-Trip inklusive Zugtickets von einer Agentur in China organisieren lassen, als wir noch zu Hause waren: Budget Tibet Tour, wir waren zufrieden. Es war gar nicht so einfach, verlässliche Informationen im Internet und zuverlässige Anbieter zu finden und wir wollten die Zeit in Peking nicht damit verbringen, Permits zu besorgen, Agenturen zu suchen und Preise zu vergleichen. Es gibt auch in Deutschland Reisebüros, die solche Touren organisieren, doch preislich liegen diese viel höher als Agenturen vor Ort.

Wo schlaft ihr eigentlich immer?

Fast überall! Es gibt nur eine Bedingung: Es muss einigermaßen sauber sein. Bisher hatten wir fast immer ein Zimmer zu zweit und nur selten ein Gemeinschaftsbad oder gar kein Bad. Meistens schauen wir uns die Zimmer direkt vor Ort an, denn nur so können wir wissen, ob sie uns wirkich gefallen. Prospekte und Websites lügen oft gewaltig. Meistens sind selbst teure Guesthouses günstiger als Hotels und dabei deutlich besser. In Australien und Neuseeland sind wir mit dem Camper unterwegs, hier stellt sich diese Frage gar nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Dorm und Guesthouse?

Ein Dorm (von engl. Dormitory) ist ein Schlafsaal, den man sich mit vielen anderen teilt. Dorm bezeichnet also eine Zimmerart, genauso wie Double (ein großes Bett), Twin (zwei kleine Betten), Single (ein Bett) oder Triple Room (drei Betten). Guesthouse nennt sich alles von der billigen Absteige bis zu wirklich schönen Unterkünften. In vielen Guesthouses gibt es Dorms mit Gemeinschaftsbad für kleines Geld.

Habt ihr die Unterkünfte von Deutschland aus gebucht oder macht ihr das vor Ort?

Oft buchen wir unsere Unterkünfte direkt vor Ort und suchen auch mal ein bisschen länger, bis wir etwas Geeignetes finden. Immer öfter aber buchen wir Unterkünfte kurzfristig vorher (wenige Tage) oder auch weit im Voraus, wenn wir absehen können, dass es zu Engpässen kommen könnte (z.B. in Großstädten während Tet, Neujahr, Feiertagen, Ferien).

Wurdet ihr bisher beraubt, bestohlen oder Opfer von Kriminalität?

Lebensbedrohliche Ereignisse gab es bisher glücklicherweise nicht! Aber wir wurden schon bestohlen: Hier und hier könnt ihr nachlesen, was in Bangkok auf unserer ersten Reise los war und wie wir Glück im Unglück hatten.

Freut ihr euch über Besuch?

Und wie! Auf unserer ersten Reise hat uns Jule in Indien besucht und Daniels Eltern in Thailand. Jule haben wir für 3 Wochen in Südamerika (Peru und Bolivien) sogar ein zweites Mal gesehen und Daniels Bruder hat die letzten 4 Wochen mit uns in Südostasien verbracht. Wir freuen uns immer über Besuch, egal wo und für wie lange. Leider hat sich auf der zweiten Reise niemand gefunden, der als Babysitter eine Weile mit uns reisen wollte. 😉

Wo lagert man seine Möbel ein? Oder läuft eure Wohnung weiter?

Während der ersten Reise von 2010 bis 2011 lief unsere Wohnung weiter. In letzter Minute haben wir zwei verschiedene Zwischenmieter gefunden, die unsere Wohnung für insgesamt 9 Monate hüteten. Daniels Eltern kümmerten sich um den reibungslosen Ablauf. Aber auch wenn wir niemanden gefunden hätten, hätten wir die Wohnung leerstehen lassen und weiterbezahlt, da wir lieber ein paar Monate kürzer unterwegs gewesen wären als uns den Stress mit Auszug, Lagerung, Wohnungssuche, Renovierung und Einzug zu geben. Auch für die Reise 2014 blieb unsere Wohnung bestehen. Wir waren “nur” 7 Monate unterwegs, da lohnte es sich noch viel weniger, alles aufzugeben.

Wie seid ihr im Ausland versichert?

Wir haben – sowohl für die erste als auch für die zweite Weltreise – eine Auslandskrankenversicherung bei der Envivas abgeschlossen. Sie ist günstig, gilt allerdings nicht für Reisen nach USA/Kanada, was uns bei beiden Reisen aber nicht interessiert hat. Seit 2016 können außerdem nur noch Mitglieder der Techniker Krankenkasse (TK) diese Versicherung buchen.

Wir haben viel recherchiert und verglichen und haben mit der Envivas jetzt eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung und außerdem einen Schutz für Bergungskosten, was nicht jede Versicherung anbietet oder zumindest nicht explizit bestätigt, was für manche Trekkingtouren aber wichtig ist. Weitere Infos findet ihr in Marsis Artikel über Auslands-Krankenversicherungen.

Einige Versicherungen zu Hause laufen weiter (z.B. Hausrat, BU), manche haben wir für die erste Reise stillgelegt (private Zusatz-KV, private Rente) oder gekündigt (Auto). Während der zweiten Weltreise 2014 laufen alle Versicherungen weiter.